Jenseits des Gewöhnlichen

Er ist zottelig, kölsch und besitzt eine Stimme, die klingt, als hätte sie schon ein paar Leben hinter sich. Klingt gefährlich? Ist es nicht. Denn musikalisch serviert er dazu easy‑listening Deutsch‑Pop und Schlager, so eingängig, dass man sich beim Mitsummen selbst ertappt – und sich kurz dafür schämt. Erfolglos.

In „Nasser Hund“ verteilt er olfaktorische Wahrheiten mit der Feinfühligkeit eines Vorschlaghammers („Du riechst wie ’n nasser Hund…“). In „Ich wär’ gern König von Köln“ träumt er groß — Dom, Thron, FC‑Meisterschaft — und hat sogar die Frechheit, Berlin nebenbei abzuwatschen („…ich scheiss auf Berlin“ / Alternative: „Wer braucht schon Berlin?“). Und wenn’s sportlich wird, heißt es „Lass den Adler fliegen“: aus dem Keller nach oben, Frust raus, Endspiel rein — Pathos, aber mit Schweißrand.

Kurz gesagt: Handsome Hairy ist der Typ, der mit einer Stimme wie Asphalt Gute‑Laune‑Songs singt — und genau dadurch hängen bleibt.